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ENTSCHEIDUNGSHILFE FÜR DEN RICHTIGEN MESSSCHIEBER

Messschieber leicht finden

Der Messschieber ist eines der am meisten genutzten Messmittel in den Bereichen Industrie, Fertigung und Handwerk. Entsprechend groß ist die Auswahl mit einer Vielfalt an Eigenschaften und Leistungsparametern. So zählen zur Auswahl bei Perschmann mehr als 110 Messschieber von acht Herstellern. Um für den individuellen Einsatz die richtige Wahl zu treffen, bieten die Fachberater für Messtechnik einen Fragenkatalog als Entscheidungshilfe an. Anhand der Kriterien lässt sich die Auswahl geeigneter Geräte deutlich eingrenzen.

1. Was und wo soll gemessen werden?

Messchieber erfassen Länge, Breite, Tiefe oder den Radius. Wichtigstes Kriterium ist zunächst der Messbereich. Der Klassiker ist der 150er Messchieber, die standardisierte Bandbreite reicht bis 3.000 mm, hinzu kommen individuelle Sondermaße. Weitere Eigenschaften sind ein rundes oder eckiges-Tiefenmaß, nicht magnetisch, extra lange Messschnäbel oder die Eignung für Linkshänder. Auch der Einsatzort und die Häufigkeit der Verwendung grenzen die Auswahl ein. Zwar sehen die Messschieber auf den ersten Blick häufig gleich aus, doch es gibt qualitative Unterschiede in der Führung, dem Material oder der Handhabbarkeit.


2. Welche Anzeige ist erforderlich (digital oder analog)?

Für einen analogen Messschieber sprechen der günstige Preis, die Einsatzmöglichkeit in nahezu jeder Umgebung und seine Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse wie beispielsweise Kühlmittel. Entscheidender Nachteil: eine Datenübertragung ist grundsätzlich nicht möglich. Zu berücksichtigen ist die Erkennbarkeit der Skala und Messwerte in der jeweiligen Messsituation. Hier überzeugt eine digitale Anzeige mit der eindeutigen Abbildung des Wertes.


3. Welcher IP-Schutz wird benötigt?

Der Einsatzort eines Messschiebers definiert die erforderliche IP-Schutzklasse (IP steht für International Protection). Die nachfolgende Tabelle stellt die einzelnen Kriterien dar und ermöglicht so eine schnelle Auswahl:

IP-Schutzartenübersicht nach EN 60529

Wichtig: Ist die IP-Schutzklasse definiert, dürfen nur Geräte dieser oder einer höheren Schutzklasse ausgewählt werden.


4. Wie sollen die Daten erfasst werden?

Für eine Übertragung der Messdaten sind digitale Messchieber mit entsprechenden Schnittstellen erforderlich. Zwei Möglichkeiten der Datenübertragung gibt es: per Funk oder kabelgebunden. Funkübertragung ist die komfortabelste Lösung, jedoch darf es am Einsatzort keine Funkwellen störende Einflüsse geben. Für eine stets gesicherte Datenübertragung eigenen sich kabelgebundene Geräte. Sie sind unabhängig von äußeren Einflüssen, einziger Nachteil: Es muss im Einsatz stets eine Kabelverbindung bestehen, was die Handhabbarkeit in manchen Fällen einschränkt.


Ergebnis:

Die abgefragten Kriterien reduzieren die Auswahl geeigneter Geräte für den gewünschten Einsatzzweck. Für die finale Entscheidung spielen am Ende persönliche Präferenzen, eigene Erfahrungen oder individuelle Empfehlungen eine Rolle.

 

Darüber hinaus unterstützen die Spezialisten von Perschmann gern via Messtechnik-Hotline 05307 933-470 im persönlichen Gespräch. Grundlage bildet auch hier der Fragenkatalog, um die für den Kunden optimale Lösung anbieten zu können. Und sollte innerhalb des standardisierten Sortiments doch kein geeigneter Messschieber gefunden werden, bietet Perschmann auch individuelle Lösungen in Form von Sonderanfertigungen, beispielsweise für einen individuellen Messbereich oder mit besonderen Spitzen.